Engadin Skimarathon

Schusssichere Westen

2019 rief der Engadin Skimarathon zur 51. Austragung. 14 181 Sportler folgten dem Ruf. Und dieses Jahr? Fast alle kommen sie wieder. Und ein paar Frischlinge dazu.

Mehr als eine halbe Million schnallte sich in den letzten fünf Jahrzehnten am Skimarathon die Latten an die Füsse. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stammten aus aller Herren Länder, auch Läufer aus der Karibik und der Südsee fanden den Weg ins Engadin. 

Cologna in Rekordzeit 

2019 gewann Nathalie von Siebenthal, Dario Alonzo Cologna triumphierte im Männerrennen. Der Münstertaler siegte zum dritten Mal, in der neuen Rekordzeit von 1:22.22 Stunden. Die ältesten Teilnehmer vor einem Jahr waren der Engelberger Otto Küng und Robert Zwinggi aus Gossau (SG). Das Licht der Welt haben die beiden Helden anno 1932 erblickt. 

Längste Abfahrt 

Der diesjährige Skimarathon wird am 8. März ausgetragen. Er führt wie immer von Maloja nach S-chanf und ist, wie Spassvögel sagen, die längste Abfahrt der Welt, denn der Skimarathon weist ein Gefälle von 150 Metern auf.  

Stazerwald 

Die topografisch leichte Strecke ist gespickt mit zwei Hindernissen. Bei der Olympia-Schanze in St. Moritz ist ein giftiger Anstieg zu bewältigen. Danach folgt die Abfahrt im Stazerwald. Die Tannen tragen an diesem Tag schusssichere Westen, in Erwartung der daherschiessenden Läuferinnen und Läufer auf wackligen Beinen. Viel Volk tummelt sich in diesem Streckenabschnitt. Es lechzt nach Action und Kapriolen. 

Nie ein Zug 

Zum Glück enden fast alle Stürze glimpflich. Weiter geht's, schnaufend bis S-chanf. Dort wartet der warme Applaus des Publikums im Ziel. Und hoffentlich ein Sitzplatz im Zug, der am 8. März Halt macht an der Station S-chanf-Marathon, wo sonst nie ein Zug hält das ganze Jahr. 

Weitere Infos unter engadin-skimarathon.ch.

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