Dario Cologna

Nicht Kannibale, nicht Vegetarier

Vom Reichen lernt man sparen. Und von Dario Alonzo Cologna siegen. Der Ausnahmeathlet aus Val Müstair stürmte in Pyeongchang zu seiner vierten Olympischen Goldmedaille.

Andere hätten sich danach zurückgelehnt und sich auf ihren Lorbeeren ausgeruht. Hätten die schmalen Latten in den Keller gestellt und das Leben genossen in Miami Beach. Nicht so Dario Cologna. Am 10. März setzte er noch einen drauf: Er gewann den prestigeträchtigen Fünfziger am Holmenkollen in Oslo. Im Endspurt rang er den Norweger Martin Johnsrud Sundby nieder. Nach zwei Stunden siegte Cologna mit drei Millimetern Vorsprung. Oder waren es nur zwei?

 

Komplett 

Nach diesem grossen Sieg ist Dario Colognas Karrierepuzzle komplett. Der 32-Jährige hat alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Die Saison 2017/18 schloss er im Hochgefühl ab: «Es war ein super Winter mit dem Tour-de-Ski-Sieg, Olympiagold und dem Holmenkollen.» 

Einwandfrei 

Nun ist Dario Cologna wieder da – und bereit für weitere Siege. Der Erfolgshunger treibt ihn an. Eddy Merckx, die Radsport-Legende, wurde «Kannibale» gerufen. So rücksichtslos frass er Siege, gönnte seinen Gegnern nicht den kleinsten Krümmel. Davon ist der Münstertaler weit entfernt. Zwar ist auch er kein Vegetarier, aber seine Tischmanieren sind ganz einwandfrei.

Von Raoul S. erfasst am 27.11 2018 16:01

Dario Cologna

Kein Mann der grossen Worte – er lässt lieber Taten sprechen. Da könnte sich der eine oder andere Lautsprecher ein Beispiel nehmen. Hopp Dario!

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