Nathalie Gröbli

Wem die Stunde schlägt

Die 22-Jährige lässt sich bremsen, aber nicht aufhalten. Weder von einem Kreuzbandriss noch vom Wind, dem himmlischen Kind.

Vor drei Jahren bremste Nathalie Gröbli ein Kreuzbandriss, der sie ein Jahr ausser Gefecht setzte. Verbissen kämpfte sich die Nidwaldnerin aus Emmetten zurück, lieferte in FIS-Rennen und im Europacup gute Resultate und stand am 21. Januar 2018 vor ihrem Debüt im Weltcup. Alles war angerichtet, das Rennen lief, doch kurz vor ihrem Start mit der Nummer 46 wurde das Rennen abgebrochen. Es war der Wind, der dazwischenfunkte.

Schweizer Meisterin

Fünf Tage später schlug endlich ihre Stunde. Wuchtig schlug sie, und dröhnend dazu. Nathalie Gröbli fuhr in ihrem ersten Weltcuprennen gleich in die Punkteränge. Rang 25 in der Kombination auf der Lenzerheide. Anfang März legte sie nach und wurde 20. in der Kombi von Crans-Montana. Doch das Beste kam zum Schluss: Am 6. April wurde die Nidwaldnerin Schweizer Meisterin im Super-G.

Aufstieg ins B-Kader

Diese Erfolge katapultierten Nathalie Gröbli ins B-Kader von Swiss Ski. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg nach oben. In diesem Winter geht es darum, sich im Weltcup zu etablieren und regelmässig in die Punkteränge zu brettern. Und bereit zu sein, wenn die Stunde wieder schlägt.