Joana Hählen

Sayonara, Kamikana

Spitalbettverachtend wie sie ist keine. Nun steht Joana Hählen endlich auf dem Podest. Für die 28-Jährige aus Lenk ein Meilenstein.

«Kamikana» wird sie gerufen, in Anlehnung an Kamikaze. Den Spitznamen verpasste ihr Michelle Gisin. Auf Japanisch bedeutet Kamikaze «göttlicher Wind». Brettert Joana Hählen zu Tal, zieht eher Sturm auf. Schon oft büsste sie für ihren ungestümen Angriffsgeist mit zeitraubenden Fehlern und Ausfällen.

Hinter Shiffrin und Brignone

Am 24. Januar, einen Tag nach ihrem Geburtstag, passte es endlich. Die Simmentalerin brachte in der Abfahrt von Bansko (Bulgarien) ihre angriffige Fahrt fehlerfrei ins Ziel. Die Belohnung: Rang drei hinter Shiffrin und der Italienerin Brignone. Die kleine Frau mit dem Löwenherzen ist happy.

Gar nicht schwer

Es gibt niemanden im Weltcuptross, der Joana Hählen diesen Erfolg nicht gönnt. Die Frohnatur ist nationenübergreifend beliebt. 75 Rennen sah sie das Stockerl, wie die Österreicher sagen, nur von weitem. Jetzt, da sie den Dreh raushat, möchte sie mehr. Treppchensteigen ist gar nicht schwer.

Auf bald

Noch einmal lange 75 Rennen soll der Aufstieg nach ganz oben nicht dauern. Deshalb: Sayonara, Kamikana. Auf ein baldiges Wiedersehen.

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