Corinne Suter

«Der Sieg gehört meiner ganzen Familie»

92-mal ist nichts passiert. Dann zieht der 11. Januar 2020 ins Land, und Corinne Suter zaubert einen Traumlauf auf die Piste. Der erste Sieg im 93. Weltcuprennen ist Tatsache.

In der Abfahrt in Zauchensee fuhr die entfesselte Schwyzerin die Gastgeberinnen in Grund und Boden. 1,51 Sekunden verlor die beste Österreicherin auf Suter. Auch der Rest der Welt war chancenlos, einzig die Italienerin Nicol Delago vermochte den Rückstand in Grenzen zu halten. Dass Corinne Suters Sieg dennoch an einem seidenen Faden hing, war den Wetterkapriolen geschuldet.

007

Wie Ursula Andress den Fluten entstieg Corinne Suter den Nebelschwaden am Gamskogel. Die Ähnlichkeit der beiden Darstellerinnen ist nicht von der Hand zu weisen. Nur dass Corinne Suters 007 nicht James, sondern Angelo heisst.

Bescheiden

Ihr Freund war in Zauchensee live dabei. Zusammen mit Corinnes Mutter Silvia und Tante Priska nahm er die 500 Kilometer lange Anfahrt unter die Räder. An sie reichte Corinne Suter nach der Siegerehrung die Blumen weiter: «Der Sieg gehört meiner ganzen Familie.» So ist die 25-Jährige. Bescheiden auch im Hochgefühl des Triumphs.

Vergleich mit Heinzer

Der erste Sieg dürfte kein Einzelkind bleiben. Corinne Suter ist aktuell die beste Speedfahrerin der Welt. Ihr Trumpf: die perfekte Hocke. Das sagt niemand Geringerer als Karl Frehsner. Corinne Suter erinnere ihn an Franz Heinzer, den Schwyzer. Ein schöneres Kompliment kann man einer Schwyzerin nicht machen.

Von Clemenz T, Luzern erfasst am 13.01 2020 07:41

Corinne Suter

Fantastische Leistung, bravo. Die Kristallkugel ist das Ziel.

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