Tina Weirather

Der Radiologe an ihrer Seite

Es ist kein Kinderspiel, Kind berühmter Eltern zu sein. Viele sind an diesem Druck zerbrochen. Tina Weirather nicht.

Der schnelle Schwung wurde ihr in die Wiege gelegt. Das ist ein Segen, kann aber auch ein Fluch sein. Man malt sich aus, wie es vor 20 Jahren an den Kinderskirennen tönte: «Und nun mit Startnummer 17 Tina Weirather! Tochter des Abfahrtsweltmeisters Harti Weirather und der Weltmeisterin und Olympiasiegerin Hanni Wenzel!»

Schöne Erfolge

Dass Tina Weirather dem Druck standhielt und ihren Weg ging, zeugt von einer starken Persönlichkeit. Mit 16 debütierte sie im Weltcup. Ihre sportliche Ausbeute zwölf Winter später: WM-Silber, Olympia-Bronze, dazu neun Weltcupsiege, insgesamt 40 Podestplätze. Und nicht zu vergessen ihre zwei Gold- und drei Silbermedaillen an Junioren-Weltmeisterschaften.

Verletzungspech

Ihre Erfolgsbilanz würde noch schillernder ausfallen, wäre Tina Weirather nicht von mehreren Kreuzbandrissen zurückgeworfen worden. Ohne dieses unsägliche Verletzungspech wäre die Liechtensteinerin zur Dominatorin des Weltcups aufgestiegen. Doch mit dem Wörtchen «wäre» kann man sich nichts kaufen. Das sagt sich auch der Mann vor der Müllabfuhr Vaduz, der längst Hotelbesitzer auf Gran Canaria wäre, wenn.

Fabio Nay

Tina Weirather, eine der hübschesten und sympathischsten Erscheinungen im Weltcup, schaut nicht zurück. Sondern lieber ihrem Schatz in die Augen. Fabio Nay heisst er, ist Bündner und Radiologe. Ohne Kohl, er arbeitet als Moderator beim Radio. Und verkohlt sich auch mal gerne selber.

Durchwachsene Saison

Dieser Winter, der in den letzten Zügen liegt, verlief nicht ganz nach Tina Weirathers Wünschen. Der Auftakt war verheissungsvoll, drei Podestplätze gab's bis Mitte Januar. Dann der Bruch: Nichts ging mehr. Muss man sich Sorgen machen um Tina Weirather? Nay lautet die Antwort.

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