Innerschweizer Schwingfest

Stoppt Marcel Mathis 007 die Berner Bösen?

Stauffacher, Fürst und von Melchtal heissen heute Ulrich, Wicki und von Ah. Oder Mathis, Schuler und Müllestein. Man trifft sich nicht mehr auf dem Rütli zum Schwur in dunkler Nacht, sondern am frühen Morgen am Innerschweizer Schwingfest.

Das diesjährige Innerschweizer steigt am 1. Juli in Ruswil. Da strömt die ganze Urschweiz zusammen, als regne es Hunderternötli vom Himmel. Die Organisatoren hoffen auf trockene Witterung. Und Sonnenschein, lieber Petrus, wäre auch nicht schlecht. 

Überraschungssieger Mathis 

Das letztjährige Innerschweizer Schwingfest fand in Alpnach statt. Vor 10 000 Schwingfans schenkten sich die Bösen und jene, die es werden wollen, rein gar nichts. In den Schlussgang schafften es Andreas Ulrich und Marcel Mathis. Schwyz gegen Nidwalden lautete also das freundschaftliche Duell. Mathis, der Bauer, hatte an jenem 2. Juli 2017 wohl eine Kalberkuh im Stall, die ihn zur Eile mahnte. Bereits nach zwei Sekunden überlistete er Ulrich mit seinem gefürchteten Fussstich. 

Form stimmt 

Ein Jahr später gehört Marcel Mathis erneut zu den Favoriten. Der 29-Jährige gewann Anfang Mai das Schwyzer Kantonalschwingfest. Im Schlussgang bodigte er Mike Müllestein aus Steinen. Diesmal liess sich Mathis viel Zeit bis zur Entscheidung. Erst drei Sekunden vor Ablauf der zwölf Minuten packte er die entscheidende Szene aus. Wie er Müllestein zur Strecke brachte? Genau, mit seiner Geheimwaffe. James Bond hat den bombenden Kugelschreiber in der Jackentasche, Marcel Mathis 007 verlässt sich lieber auf seinen Fussstich.

 

Fremde Fötzel 

Nicht nur Mathis führt in Ruswil Grosses im Schilde, auch Joel Wicki, Sven Schurtenberger, Christian Schuler und wie die Innerschweizer Bösen alle heissen, sind heiss auf den prestigeträchtigen Sieg. Dass er in der Innerschweiz bleibt, ist alles andere als sicher. Angsteinflössende fremde Fötzel haben sich angemeldet. Aus dem Thurgau Samuel Giger, dazu die bärenstarken Berner Sempach, Stucki und Gnägi. 

Muni Quercus 

Wer auch immer am Ende die Faust in den Himmel reckt: Er hat den Sieg nicht gestohlen und darf mit dem Siegermuni an seiner Seite in die Kameras strahlen. Quercus heisst das Ungetüm, ein selten prächtiges Tier der Rasse Red Holstein. Auch die übrigen Lebendpreise, drei Rinder und ein Fohlen, ernten anerkennendes Raunen. Dazu quillt der Gabentempel über vor Kommoden, Kuhglocken und viel Krimskrams. 

Steinstosser und Jodler 

Das Innerschweizer Schwingfest findet zum 112. Mal statt. Es legt los in aller Herrgottsfrühe um halb acht. Da heisst es für Schwinger und Zuschauer, hellwach zu sein. Der erste Gang ist richtungsweisend. Auch die Steinstosser spucken in Ruswil in die Hände. Die kräftigsten Kerle versuchen sich am 67-Kilo-Brocken. Abgerundet wird das Innerschweizer Schwingfest mit einem Rahmenprogramm allererster Güte. Es wird gejodelt, gesungen, musiziert, dass es eine Freude ist. 

Mehr Infos zum grossen Hoselupf in Ruswil gibt's nach nur einem Klick.

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