Schwingertag Laupen

Nicht Hellebarde oder Morgenstern

In Laupen kracht es immer wieder. Erstmals 1339, als sich im Laupenkrieg Berner und Habsburger die Köpfe einschlugen.

Die Belagerung Laupens ging über elf Tage. Nur einen Tag dauert das jährliche Handgemenge der besten Schwinger der Region. Und Blut fliesst auch keines. In der Regel.

Graber gewinnt

Der letztjährige Schwingertag lockte 620 Zuschauer an die Sägmehlringe. Ihnen wurde guter Sport geboten. Im Schlussgang standen sich der Bolliger Willy Graber und Florian Gnägi aus Aarberg gegenüber. An seinem 33. Geburtstag gab sich Graber keine Blösse und siegte mit Ableeren.

Brad-Pitt-Double

Willy Graber, der Ovo-Liebhaber, ist Dachdecker und Landwirt von Beruf. Er könnte seine Brötchen auch als Brad-Pitt-Double verdienen, die Ähnlichkeit ist frappant. Fünf Kranzfeste hat Graber in seiner Karriere gewonnen. Das letzte 2012, als er am Baselstädtischen triumphierte.

  

Adrian Thomet

Der Schwingertag 2018 ging am Pfingstmontag über die Bühne. 600 Zuschauer sorgten für eine prächtige Stimmung. Chancenlos im Kampf um den Festsieg war Willy Graber. Am Ende reichte es ihm für Rang drei. Der Zahn der Zeit – er verschont keinen, nicht einmal einen Bösen. Gewonnen wurde der diesjährige Schwingertag vom Oberbalmer Adrian Thomet. Der siebenfache Kranzgewinner bezwang im Schlussgang Stefan Marti aus Oberbütschel. Thomets Waffe: Nicht Hellebarde oder Morgenstern, nein, ein simpler Kurz war's, mit dem er seinen Gegner düpierte.