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Das Wort zum Tag

«Warum bin ich eigentlich nicht Surfer geworden?» Erik Zabel, Radrennfahrer

Christian Stucki

Merci, Cécile

Heil dir, Helvetia. England hat eine alte Schachtel als Queen, die Schweiz einen Brocken zum König. Christian II. heisst der Regent im Land der Banker, Bauern und Brienzer.

Der Brienzer ist ein Berner Oberländer und ein Schwung im Schwingen. Nicht mit einem Brienzer, sondern mit einem krachenden Kurz gewann Christian Stucki aus Lyss im Berner Seeland den Schlussgang am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Zug. Gegner Joel Wicki, der Pitbull in Zwilchhosen, hatte schon nach 42 Sekunden ausgebellt.

Grand Slam 

Der 34-jährige Stucki konnte sein Glück nicht fassen. Kaum jemand hatte ihm, der fast die ganze Saison wegen einer Knieverletzung verpasst hatte, den Triumph zugetraut. Nun hat er den Grand Slam des Schwingens im Sack. Er ist Schwingerkönig, Unspunnen- und Kilchberg-Sieger. 

Cécile 

Christian Stucki hat den Beweis angetreten, dass hinter jedem erfolgreichen Mann eine starke Frau steht. Cécile heisst Christians bessere Hälfte. Sie war es, die dem Lebemann die Flausen austrieb. Dank ihr mutierte Stucki zum Leistungssportler, der das Wort «Konditionstraining» buchstabieren kann im Schlaf. Merci, Cécile. 

«Ä chli Velofahre» 

Zu Beginn seiner Karriere nahm es Christian Stucki gemütlicher. Als 16-Jähriger auf sein Training angesprochen, antwortete Stucki, er fahre «ä chli Velo». Dieses Zitat kommt gleich nach Kennedys «Ich bin ein Berliner» und Beat Breus «Dä Gottfried isch für mi gschtorbe». 

Ehemaliger Fussballer 

Dass aus Christian Stucki ein Schwinger wurde, ein ganz böser dazu, ist der Schuhindustrie geschuldet. Als Bub war er ein begeisterter Fussballer. Ein Kopfballungeheuer, wird erzählt. Weil es irgendwann keine Treter mehr gab, in die seine Füsse passten, schoss er den Ball ins Gebüsch und wandte sich dem Schwingen zu. Heute ist Christian Stucki mit Schuhgrösse 51 unterwegs. 

Vor Stucki war Blaser 

Stucki ist der zweite Christian auf dem Königsthron. 1898 war es Christian Blaser, der sich zum Regenten geschwungen hatte. Wie beliebt der Stadtzürcher im Lande war, ist nicht überliefert. Christian Stucki erfreut sich unerhörter Popularität. Man muss ihn einfach mögen, diesen 300-Pfund-Kerl, der das Herz hat am rechten Fleck.

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