Surentaler Frühjahrsschwinget

Heilig und böse

Der Austragungsort des Frühjahrsschwingets ist gut gewählt. Geschwungen wird auf der Schulanlage St. Georg in Sursee. Der alte Schorsch war zu seiner Zeit ein gefürchteter Böser.

Der heilige Georg machte sich im dritten Jahrhundert als Drachentöter einen Namen. 18 Jahrhunderte später sind die Viecher ausgestorben. Wer heute sein Mütchen kühlen will, steigt am besten in die Zwilchhose.

Marco Fankhauser

Das sagten sich im vergangenen Jahr 135 Schwinger, die vor 1200 Zuschauern ein Feuerwerk zündeten. Im Schlussgang standen sich Marco Fankhauser aus Hasle und der Emmenbrücker Sven Lang gegenüber. Nach zweieinhalb Minuten siegte Fankhauser, mit einer Übersprung-Hüfter-Kombination.

Sven Schurtenberger

Am diesjährigen Surentaler Frühjahrsschwinget ist Sven Schurtenberger aus Buttisholz einer der heissen Anwärter auf den Festsieg. Letzte Saison war der 26-jährige Cordon-bleu-Liebhaber mächtig in Fahrt. Er gewann das Urner Kantonale und den Rigi-Schwinget. Vier Kranzfestsiege hat der Böse in seiner bisherigen Karriere eingetütet – und 30 Kränze abgestaubt. Den Urner Kranzfestsieg holte er sich im Lehnstuhl: Die Schlussgangteilnehmer stellten, Sven Schurtenberger profitierte. Manchmal ist es am besten, eine Sache einfach auszusitzen. Das wissen Politiker schon lange.

14. April

Der Surentaler Frühjahrsschwinget 2018 steigt am Samstag, 14. April. Organisiert wird der Anlass vom Schwingklub Surental, 1919 gegründet. Im gleichen Jahr sank vor Kuba der spanische Dampfer Valbanera mit Mann und Maus. 99 Jahre später ist der Schwingklub Surental weit davon entfernt, abzusaufen. Der Schwingsport boomt wie nie zuvor.

Unter Schwingfreunden

Wer sich davon ein Bild machen will, strömt zu Schorsch auf den Schulhausplatz. Geboten wird grosser Sport, garniert mit lupfiger Musik und Gaumenfreuden in flüssiger und fester Form. So schön kann ein Samstagnachmittag unter Schwingfreunden sein.