Hallenschwinget Büren an der Aare

Fiebernd und flanierend

«Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt», sagte Konfuzius, der alte Philosoph. Stucki, der neue König, würde wohl sagen: mit dem ersten Schränzen an der Zwilchhose.

Christian Stuckis Reise begann 2019 am Hallenschwinget in Büren an der Aare. Der Lokalmatador, aufgewachsen in Diessbach, gab sich keine Blösse und gewann alle sechs Gänge. 59,25 Punkte hatte er am Ende auf dem Notenblatt – zwei Punkte mehr als der Zweitplatzierte. 300 Zuschauer applaudierten anerkennend. 

Willi wandert 

Fast auf den Tag genau ein halbes Jahr später wurde der 35-Jährige in Zug Schwingerkönig.

 

Der Triumph machte Beine. Nicht ihm, sondern Vater Willi, der, ein Versprechen einlösend, zu Fuss nach Büren an der Aare zurückkehrte. 

Anschwingen um neun 

Am 22. Februar ruft der Hallenschwinget erneut. Anschwingen ist um 9 Uhr. Nach dem langen Winterschlaf ist es an der Zeit, Farbe zu bekennen. Das gilt für den schwingenden Maler genauso wie für den Metzger, Schreiner, Bauern und Bürogummi. In zwilchenen Hosen, mit Sägmehl auf der Zunge, sind alle gleich. 

Sie und er 

Büren als Gastgeber des Schwingets wurde im zwölften Jahrhundert gegründet. Das Städtchen gefällt mit seiner Altstadt, die zum Bummeln einlädt. Das hört der Schwingfreund gerne. Er am Sägmehlring fiebernd, sie an der Aare flanierend. So bleibt am 22. Februar der liebe Haussegen gewahrt.

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