Zürcher Kantonalschwingfest

Fels in der Brandung

Der Sieger des diesjährigen Zürcher Kantonalen heisst nicht Köbi oder Sepp, sondern Samir. Der Winterthurer gewinnt in Fehraltorf das zweite Kranzfest seiner Karriere.

Samir stammt aus dem Arabischen und bedeutet «Der starke Fels in der Brandung». Der Name passt zu Leuppi: Er kitzelt den Doppelmeter und ist fast 150 Kilo schwer. Seine Postur ist wie gemacht fürs Schwingen und auch im Job als Sicherheitsbeamter respekteinflössend. 

2017 

Schon vor zwei Jahren in Weiach hatte Samir Leuppi am Zürcher Kantonalschwingfest triumphiert. In einem Abnützungskampf bodigte er den Glarner Roger Rychen. Es schwingt sich definitiv am besten in heimatlichen Gefilden.

 

Souverän 

Am 12. Mai in Fehraltorf markierte der 26-jährige Winterthurer gleich zu Beginn sein Revier. Souverän gewann er die ersten vier Gänge. Mit einem Gestellten im fünften war der Schlussgang in trockenen Tüchern. Andere Favoriten bekundeten grosse Mühe, einer war zu Hause geblieben. Angeschlagen verzichtete Samuel Giger auf die Teilnahme in Fehraltorf. «Die Saison ist noch jung, da will ich nichts riskieren», begründete der Thurgauer seine Absage. 

74 Sekunden 

Im Schlussgang traf Samir Leuppi auf den Überraschungsmann des Tages. Diese Rolle bekleidete der junge Kollbrunner Christian Lanter, der das Kunststück fertigbrachte, sich als Nichtkranzer für die Endausmarchung zu qualifizieren. Leuppi war gewarnt – und entledigte sich der Aufgabe mit Bravour. Nach 74 Sekunden war sein Klubkollege paniert, die Faust geballt und Muni Nöggi gewonnen. 4800 Zuschauer spendeten warmen Applaus. 

Wer der Sache in Zeiten von Fake News nicht traut: hier die komplette Rangliste.