Rapperswiler Verbandsschwingfest

Der Hexenschuss weit weg

In Schänis flogen schon 1799 die Fetzen. Österreicher und Franzosen gaben sich in einem Gefecht auf die Mütze, Feldmarschallleutnant Friedrich von Hotze fand dabei den Tod.

219 Jahre später ist Schänis erneut Schauplatz eines grossen Kräftemessens. Nur Fetzen fliegen keine, die Zwilchhose hält Reisskräfte bis zu einer Tonne aus. Angesagt ist das diesjährige Rapperswiler Verbandsschwingfest, organisiert von der Männerriege Schänis. 

Rychen siegt 2017 

Die wackeren Turner und ihre besseren Hälften dürfen sich auf etwas gefasst machen. 2017 fand der Schwinget in Kaltbrunn statt, 1200 Zuschauer sorgten für viel Betrieb. Im Schlussgang gingen sich der Molliser Roger Rychen und Simon Kid aus Weesen an die Wäsche. Rychen siegte mit Kurz nach fünfeinhalb Minuten. 

Acht Sekunden 

Ein Jahr zuvor in Wagen machte Martin Grab, der Gast aus dem Kanton Schwyz, kurzen Prozess mit seinem Schlussganggegner. Nur acht Sekunden dauerte es, bis Michael Rhyner aus Flawil paniert im Sägmehl lag. Grab hatte es in Wagen offenbar sehr eilig. Ob sein Wagen mit laufendem Motor um die Ecke stand? 

Bösch und Glaus 

2015 schaffte es ein waschechter Schäniser in den Schlussgang des Verbandsschwingfestes. Die Rede ist von Martin Glaus, seines Zeichens Forstwart und Cordon-bleu-Fan. Gegen Daniel Bösch zog er den Kürzeren, dennoch durfte er punktgleich jubeln – als Sieger 1b. Es war nach 2009 sein zweiter Sieg am Rapperswiler Verbandsschwingfest. 

Die jungen Wilden 

In Schänis ist Martin Glaus selbstverständlich mit von der Partie. Leider nur als Zaungast, 2016 gab er seinen Rücktritt. Dass sein Heimatort für ihn ein gutes Pflaster gewesen wäre, bewies er 2005, als er in Schänis das St. Galler Kantonale zu seinen Gunsten entschied. So wird Martin Glaus am 15. April ein bisschen wehmütig am Sägmehlrand sitzen. Und sich gleichzeitig freuen über die Darbietungen der jungen Wilden, die schwingen, als gäbe es weder Bandscheibe noch Hexenschuss.

Von Mäx erfasst am 12.03 2018 13:40

Bösch

Bösch Daniel: zu Hause eine Macht, eidgenössisch aber hängen die Trauben hoch. Dennoch Hut ab vor dieser Karriere. 19 KF-Siege, Unspunnen-Gewinner, zwei Siege auf der Schwägalp. Momoll!

Von Buur Beat erfasst am 13.03 2018 07:51

Dieses Jahr gewinnt Rychen Roger. Er wäre auch reif für den ersten Kranzfestsieg. Hopp RR!

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