Schwarzenberg-Schwinget

Der diebische Kampfrichter

In Schwarzenberg steigt am 31. Mai der Bergschwinget. Organisiert wird der beliebte Anlass vom Schwingklub Luzern und Umgebung.

Los geht der Schwinget um 11 Uhr auf dem Sportplatz. Das OK hofft, dass das Wetter keine Kapriolen schlägt und die Schwingfans in Massen strömen.

2016

Vor zwei Jahren erwies ein leibhaftiger König dem Schwarzenberg-Schwinget die Ehre. Matthias Sempach wurde seinem Rang gerecht und dominierte die Untertanen mit fünf Siegen und einem Gestellten. Im Schlussgang bezwang der Berner den Chamer Pirmin Reichmuth mit Übersprung. 1200 Zuschauer huldigten dem König.

Sven Schurtenberger

Ein Jahr zuvor hatte der Schwinget 98 Schwinger mobilisiert. Vor 800 Zuschauern nahm der Wettkampf rasch Fahrt auf und boten guten Sport. Für den Schlussgang qualifizierten sich Sven Schurtenberger aus Nottwil und der Ettiswiler Michael Müller. Schurtenberger bodigte seinen Kontrahenten nach zweieinhalb Minuten mit Kurz-Kreuzgriff. Den Wettkampf beendete Sven Schurtenberger mit 59,75 Punkten. Der Kampfrichter, der ihm das Viertelpünktchen geklaut hatte, ging mit schlechtem Gewissen nach Hause.

Zahn der Zeit

2010, anlässlich der 30. Austragung des Schwingets, siegte der Schwyzer Martin Grab. Im Schlussgang begrub er den Berner Stefan Sempach unter sich. Acht Jahre später ist Martin Grab frisch pensioniert. Der Zahn der Zeit, er nagt und macht auch vor Bösen nicht halt.

Flüssig und fest

Wer an Fronleichnam dem lieben Gott den Tag nicht stehlen möchte, fährt nach Schwarzenberg an den Schwinget. Er wird sein Kommen nicht bereuen. Nebst rassigem Schwingsport erwarten ihn volkstümliche Klänge und eine erstklassige Verpflegung in flüssiger und fester Form.

Gut erschlossen

Zum Schluss die entscheidende Frage: Wo zum Kuckuck liegt nur Schwarzenberg? Die Antwort: In den Hügeln westlich von Luzern. Vor ihrer Nase haben die Schwarzenberger die Pilatuskette. Im Rücken das Entlebuch. Das schmucke 2000-Seelen-Dorf ist auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Schwingfreunde steigen in Malters ins Postauto und sind keine Viertelstunde später am Ziel ihrer zwilchernen Träume.