Bündner Frühjahrsschwinget

Da staunt ein argentinischer Rinderbaron

Das Bündnerland ist Orlikland. Der Maienfelder dominiert im heimischen Sägmehl nach Belieben. Auch am Frühjahrsschwinget lässt er die Muskeln spielen.

Der Engländer Gary Lineker sagte: «Fussball ist ein einfaches Spiel. 22 Männer jagen 90 Minuten lang einem Ball nach, und am Ende gewinnen immer die Deutschen.»

Seriensieger

Beim Bündner Frühjahrsschwinget sind die Regeln ähnlich. Es gewinnt immer Armon Orlik. 2017 siegte der 24-Jährige in Seewis, 2018 in Domat/Ems und vor einem Jahr in Küblis. 1400 Zuschauer erlebten eine Machtdemonstration Orliks. Er gewann alle sechs Gänge und hatte am Ende 59,50 Punkte auf dem Notenblatt. Im Schlussgang panierte er Sandro Schlegel aus Fideris mit Fussstich nach drei Minuten.

Herzlicher Empfang

Auch auf nationaler Ebene ist Armon Orlik gefürchtet. 2016 verpasste er den Königstitel nur knapp. Er unterlag im Schlussgang des Eidgenössischen Matthias Glarner. Dennoch bereiteten ihm die Maienfelder einen herzlichen Empfang.

17 Rindviecher

Schadlos hält sich Orlik mit dem Gewinn von Kranzfesten. Schon 17 Rindviecher hat er abgeführt. Da staunt sogar ein argentinischer Rinderbaron nicht schlecht. Wie und wann es in dieser Saison weitergeht, weiss niemand. Der Bündner Frühjahrsschwinget in Trimmis ist abgesagt, wie alle anderen Schwingfeste auch.

Was zur Stunde sicher ist: Der Frühjahrsschwinget kommt wieder. 2021, wenn der ganze Spuk vorüber ist.

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