Nina Christen und Marina Schnider

Tells Töchter

Hast ja der Söhne noch. Und auch der Töchter. Zwei Nidwaldnerinnen gewinnen Gold an der Sportschützen-EM in Italien.

Ausgetragen wurden die Titelkämpfe in Bologna. Nina Christen fuhr nicht hin für einen Teller Spaghetti Bolognese. Edelmetall wollte sie nach Hause tragen. Das tat sie auf eindrückliche Weise. 

Gold 

Nina Christen, 25, war im Kaliber-Dreistellungsmatch am 21. September eine Klasse für sich. In der Qualifikation verpasste die Wolfenschiesserin den Weltrekord nur um einen Punkt. Auch im Final traf Christen überragend und holte überlegen Gold. Ihr Vorsprung auf die Weissrussin Maria Martinowa betrug 3,7 Punkte. Die drittklassierte Norwegerin Stene lag bereits mehr als 15 Punkte zurück. 

Gold 

Zwei Tage später war Marina Schnider aus Ennetbürgen an der Reihe. Sie musste nach Tolmezzo reisen, wo die 300-Meter-Wettkämpfe stattfanden. Der Abstecher lohnte sich. Die 33-Jährige gewann Team-Gold im Liegendmatch mit dem Gewehr. An ihrer Seite jubelten Silvia Guignard und Andrea Brühlmann. 

Tokio 2020 

Tells Töchter sorgen im Ausland für Furore. Genug haben sie noch lange nicht. 2020 steigen in Tokio die 29. Olympischen Spiele. Nina Christen und Marina Schnider fliegen nicht hin, um Sushi zu essen. In Japan wollen sie Gessler den Hut vom Kopf schiessen.

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