24-Stunden-Rennen Schötz

Surrende Speichen

«Nie wieder!», stammelten sie, als sie nudelfertig vom Bike fielen. Ein Jahr später sind sie alle wieder am Start. Und können es kaum erwarten, im Kreis zu fahren. 24 Stunden lang.

Am Wochenende vom 4. und 5. August steigt in Schötz das 24-Stunden-Rennen. Die Startplätze gehen weg wie Röschti-Raffeln am Jahrmarkt. Was treibt Frauen und Männer an, bis zur totalen Erschöpfung in die Pedale zu treten? Das Geld ist es nicht. In Schötz gibt's nicht viel mehr zu gewinnen als einen feuchten Händedruck. Flüstert ihnen der Alltagstrott diese verrückte Idee ins Ohr? Oder ist es schlicht und einfach Masochismus, gewürzt mit einer Prise Egozentrik? 

Der Hamster staunt 

Gewonnen wurde das letztjährige Rennen von Kevin Tanner, der in 24 Stunden und ein paar zerquetschten Minuten 109 Runden zurücklegte. Das entsprach einer Distanz von 545 Kilometern, garniert mit 7630 Höhenmetern. Da staunt der Hamster im Laufrad nicht schlecht. 

Partytime 

Der Startschuss zum diesjährigen Rennen fällt am Samstag um 14 Uhr. Wird es dunkel in Schötz, geht im Festzelt so richtig die Post ab. Bekannte Partybands spielen auf und sorgen für eine mordsmässige Stimmung. Die Festbrüder und -schwestern halten eisern die Stellung. Während draussen in finsterer Nacht die Speichen surren. 

Fauchender Muskelkater 

Irgendwann dämmert der Sonntag, ein paar Stunden später schleichen die Uhrzeiger Richtung Ziel. Die Plackerei hat um Schlag zwei ein Ende. Die müden Biker fallen vom Rad. Der Sieger erntet Applaus, der Geschlagene fauchenden Muskelkater. Jetzt nur nicht an den Montagmorgen denken. Der kommt von ganz allein. 

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