Nationalpark Bike-Marathon

Himmlisch höllisch

Am 31. August geht der Nationalpark Bike-Marathon in seine 18. Schlaufe. Dieses Highlight lassen sich Biker nur entgehen, wenn sie liegen oder sitzen. Im Spital oder im Knast.

Es ist nicht nur die perfekte Organisation, gestemmt von hilfsbereiten und sehr freundlichen Voluntaris, die den Nationalpark Bike-Marathon zu etwas Besonderem macht. Sonst könnte der Anlass auch in Schlieren oder Schwamendingen stattfinden. Nein, seine besondere Faszination liegt darin, dass er rund um den Schweizer Nationalpark durch eine prächtige Landschaft führt, die allen den Atem raubt.

Pasta-Party zum Auftakt

Der Bike-Marathon legt bereits am Freitag los. Ab 12 Uhr checken die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Eishalle Scuol ein. Um 17 Uhr beginnt die grosse Pasta-Party, die bis in den späten Abend dauert. Jetzt besteht die letzte Gelegenheit, den Kohlehydratspeicher bis unters Dach zu füllen. Wer zu spät kommt oder vor lauter Nervosität keinen Bissen runterkriegt, erhält die Quittung am nächsten Tag. Unterbrochen wird der Schmaus von einem ökumenischen Biker-Gottesdient um acht. Die Schutzengel vor der grossen Herausforderung zu aktivieren, ist das Gegenteil von verkehrt. 

Früh raus

Am Wettkampftag stehen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit den Hühnern auf. Frühstück gibt's ab halb fünf. Kurz nach sieben fällt der Startschuss für jene, die die Vallader-Strecke über 137 Kilometer unter die Räder nehmen. Vor ihnen liegen 4000 Höhenmeter. Eine himmlische Herausforderung, die höllisch in die Beine fährt.

Alternativen

Biker, die nicht auf Puddingbeinen nach Hause torkeln wollen, wählen eine der weniger anspruchsvollen Strecken. Die kürzeste führt über 47 Kilometer und überwindet 1000 Höhenmeter. Auch das kein Schleck, aber machbar.

Weitere Infos finden Interessierte unter bike-marathon.com.