Grosse Klappe, halt die Klappe

Nothing, niente, nada

Den Deutschen eilt der Ruf voraus, nicht auf den Mund gefallen zu sein. Manchmal können sie auch ganz anders.

Nach dem WM-Final 2014 in Rio de Janeiro blies Thomas Müller der Reporterin gehörig den Marsch. Auf Bayrisch, der Weltsprache Nummer eins. Die arme Frau verstand nothing, niente, nada.

Norbert Grupe

Ein anderer Deutscher sass dafür aufs Maul. Norbert Grupe hiess er, ein Boxer. Nach einem verlorenen Kampf wollte er dem frechen Reporter eins auf die Nase geben. Doch er entschied sich anders. Im Fernsehinterview sagte er nothing, niente, nada – und gewann den Fight nach Punkten.

Knastbruder

Grupe war eine schillernde Figur. Als Schauspieler stand er mit Weltstars wie Marlon Brando und Yul Brynner vor der Kamera. Im Gefängnis schmorte er, wegen Körperverletzung und Beihilfe zur Prostitution. Seit 2004 schweigt er für immer. K.o. schlug ihn in Mexiko der Lungenkrebs.

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