Franco Foda

Gratis und Franco

In Vorarlberg gibt's eine Kapelle, in der geschrieben steht: «Gott behüte uns vor der Pest und vor den Appenzellern.» Ha, wenn die Österreicher wüssten.

Wirklich zum Fürchten, mehr als Appenzeller, sind Eltern, die ihre Kinder mit schrecklichen Namen schlagen. Kein Witz: In Deutschland leiden ein Axel Schweiss, eine Rosa Schlüpfer und eine Wilma Bumsen, nachzuschlagen im Telefonbuch. Und in Österreich lebt der Deutsche Franco Foda. 

Grölendes Stadion 

1987 gab Franco Foda sein Debüt in der deutschen Nationalmannschaft. Blöd nur, fand die Partie auswärts in Brasilien statt. Das ganze Stadion grölte, als sein Name verkündet wurde. Franco Foda heisst auf Portugiesisch «gratis ficken». Francos Eltern sind von jeglicher Schuld freizusprechen. Wie konnten sie ahnen, dass es ihren Sohn mal nach Brasilien verschlagen würde? 

Der andere Haarschnitt 

2011 setzte sich Franco Fodas Leiden fort. Eben Meister geworden, verpassten ihm seine Spieler einen Haarschnitt, der schmerzte. Gratis und Franco. 

Brasilien, sein Schicksal 

Und dann 2018: Als ÖFB-Teamchef setzte es für Foda eine 0:3-Pleite gegen Brasilien ab. Es trafen Gabriel Jesus, Neymar und Philippe Coutinho. Gratis und Franco.

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