Bergrennen Hemberg

Immer schön der Nase nach

Lange döste das Toggenburger Dörfchen vor sich hin. Dann, an einem milden Herbsttag, durchbrach Motorenlärm die Stille.

Nach zwei Jahrzehnten in der Versenkung feierte das Bergrennen Hemberg 2012 seine Auferstehung. Rund 10 000 Fans pilgerten an die Rennstrecke und standen Spalier, als 160 Piloten in nostalgischen oder modernen Boliden bergauf bretterten.

 

Auf ein Neues

Am 09./10. Juni geht das Bergrennen in seine nächste Runde. Die Vorfreude ist gross, auch wenn den Verantwortlichen die Sorgenfalten wie Ackerfurchen auf der Stirn stehen. Finanziell steht der Anlass auf wackligen Beinen. Dem OK wäre ein Zuschauer-Tsunami zu gönnen. 

Clay Regazzoni & Co.

In früheren Zeiten war das Bergrennen Hemberg der grösste Motorsportanlass weit und breit. Internationale Stars wie der damalige Formel-1-Fahrer Clay Regazzoni gaben sich im Toggenburg die Ehre. Dann zogen Anwohner und Umweltverbände dem Anlass 1990 den Stecker. 

Steil

Der Start des Rennens erfolgt direkt nach der Schwanzbrugg, das Ziel befindet sich vor dem Dorfeingang Hemberg auf 912 Metern über Meer. Die Streckenlänge beträgt 1758 Meter, die durchschnittliche Steigung 8,94 Prozent. 

Wo liegt Hemberg?

Auswärtige Motorsportfans verlassen die Autobahn A1 in Wil und fahren Richtung Wattwil. Dann immer schön der Nase nach, in der Masse der Gleichgesinnten. Keine grosse Geschichte, sollte man meinen. Und eine Hexerei schon gar nicht. Auch wenn Hemberg nicht Hamburg ist. Sondern nur ein verschlafenes Toggenburger Dörfchen. 

Weitere Infos unter bergrennen-hemberg.ch.