Gippinger Stauseelauf

Vor der rauschenden Party

Das Beste kommt zum Schluss. Am letzten Tag des Jahres treffen sich Läuferinnen und Läufer in Gippingen zum traditionellen Stauseelauf. Der Anlass ist der krönende Abschluss eines intensiven Wettkampfjahres.

«Moment mal», wirft an dieser Stelle mein alter Geografielehrer ein, «in Gippingen gibt's gar keinen Stausee.» Den gibt's sehr wohl, Herr Lehrer, nur heisst er Klingnauer Stausee. Doch der See gehört allen – und das Wasser sowieso. Das sagen sogar die Vereinten Nationen, in einer Resolution vom 28. Juli 2010.

Naturschutzgebiet von nationaler Bedeutung

Das besagte Gewässer liegt am Ausgang des unteren Aaretals, kurz vor der Mündung der Aare in den Rhein. Der Klingnauer Stausee – der Name verrät es – ist ein künstlich angelegter See, der rund eineinhalb Quadratkilometer gross ist. In den dreissiger Jahren zur Stromerzeugung angelegt, ist der See heute ein Naturschutzgebiet von nationaler Bedeutung und wichtiger Lebensraum für bedrohte Vogelarten. Er ist rund drei Kilometer lang und misst an seiner breitesten Stelle 500 Meter.

VC Gippingen als Veranstalter

Während der Stausee 2018 seinen 83. Geburtstag feiert, geht der Gippinger Stauseelauf am 31. Dezember in seine 40. Runde. Er ist Teil der Laufserie «AZ goldläufe», die von der Aargauer Zeitung gesponsert wird. Die Organisation und Durchführung liegt in den bewährten Händen des Veloclubs Gippingen.

Otto und Gattin

Am Gippinger Stauseelauf rennen sich nicht nur Spitzenläufer die Lunge aus dem Leib. Nein, auch Otto Normalverbraucher und seine Gattin, beide mit ein paar Pfunden zu viel um Hüfte und Rippen, reihen sich an der Startlinie auf. Was zählt, ist die Freude an der Bewegung. Vor der rauschenden Silvesterparty Kopf und Seele durchzulüften, tut richtig gut.

Mehr Infos finden Interessierte unter gippingen.ch/stauseelauf.