Stadtlauf Brig-Glis

Katholisch und kenianisch

Den Seinen gibt's der Herr im Schlaf. 1955 hatte Hochwürden Emil Imboden den Geistesblitz, den katholischen Turnverein Glis-Gamsen ins Leben zu rufen. Zur ersten Turnstunde pilgerten nicht weniger als 50 wackere Jünglinge in die Turnhalle.

64 Jahre später steht der KTV Glis-Gamsen noch immer gerade wie eine Eins. Von Altersschwäche keine Spur. Seit 1983 führt der Verein den Stadtlauf Brig-Glis durch, der am 27. April seine 37. Auflage erlebt. Dem Stadtlauf drücken seit Jahren wieselflinke Kenianer den Stempel auf.

Hauptlauf um drei

Los geht das Spektakel um 13 Uhr mit den Rennen der Schülerinnen und Schüler. Dann folgt die Jugend, die abgelöst wird von den Hobbyläufern. Schlägt die Kirchenglocke drei, steigt der Höhepunkt des Tages. Am Start stehen die Elite-Läuferinnen und -Läufer, nervös mit den Füssen scharrend wie Galopper auf der Pferderennbahn. Abgeschlossen wird der Stadtlauf um 17 Uhr mit dem Staffelwettkampf.

Neu

Der diesjährige Stadtlauf kommt frisch geliftet daher. Gelaufen wird auf einer neuen Strecke, die exakt 10,0 Kilometer lang ist. Als besondere Attraktion passieren die Läuferinnen und Läufer den Hof des Stockalperpalastes.

700 Franken

Siegerin und Sieger des Hauptrennens kassieren je 700 Franken. Sie nehmen das Geld und fahren nach Hause. Oder sie stecken es in den Opferstock der nahegelegenen Kirche. Hochwürden Emil Imboden selig hätte nichts dagegen einzuwenden.

Weitere Infos zum Stadtlauf unter stadtlauf.info.