BSC Young Boys

Was. Für. Ein. Jahr.

X Y B. Das Fussball-ABC muss neu geschrieben werden. Die Young Boys blicken auf ein fantastisches Jahr zurück. Und erfolgshungrig in die Zukunft.

Was. War. Das. Für. Ein. Jahr. Erst der Meistertitel, nach einer Durststrecke von 32 Jahren. Dann die Qualifikation für die Champions League und als Kirsche obendrauf der Sieg gegen Juventus Turin. Dass Cristiano Ronaldo nach der Partie stocksauer in die Kabine stampfte, machte den Triumph noch süsser. 

Double vergeigt 

Doch halt: Ganz los kam YB nicht von seinem Verliererimage, das drei Jahrzehnte an ihm klebte wie ein hartnäckiger Fusspilz. Ende Mai veryoungboysten die Berner den Cupfinal. Und vergeigten das Double. 

Tolles Trio 

Schreibt YB die Erfolgsgeschichte weiter? Alles spricht dafür. Mit Gerardo Seoane haben die Berner einen kongenialen Nachfolger für Adi Hütter gefunden. Sportchef Spycher macht einen tadellosen Job, und im Hintergrund wirbelt Stéphane Chapuisat wie in seinen besten Zeiten bei Borussia Dortmund. Nicht mit dem Ball, sondern mit Notizblock und Smartphone, auf der Jagd nach neuen Talenten. Sportchef Christoph Spycher: «Chapuisat ist mein engster Vertrauter. Er ist sehr gut in der Spielerbeurteilung. Dank ihm haben wir unglaublich viel Qualität in der Offensive.» 

Verbrechen am Fussball 

Friede, Freude, Eierkuchen also? Bei YB ja, im Rest der Schweiz nicht ganz. Der Kunstrasen im Stade de Suisse gehört endlich weg. Er ist ein Verbrechen am Fussball. Tottenham-Trainer Harry Redknapp sagte 2010 nach einem Gastspiel in Bern: «Ich habe selbst auf Kunstrasen gespielt und jede Minute davon gehasst.» 

Damit ist alles gesagt. X Y Z.