FC St. Gallen 1879

Vogelschiss

Am 22. Juli bot St. Gallen dem Irrsinn die Stirn. Der Shitstorm liess nicht lange auf sich warten.

Public Viewing war angesagt beim Spiel gegen Basel. Die fussballverrückten St. Galler liessen sich nicht zweimal bitten. 1000 Fans füllten die alte Espenmoos-Tribüne. Nach der Abstiegsschlacht 2008 war das Kultstadion zurück in den Schlagzeilen.

«Beschämend»

BLICK skandalisierte den Anlass und liess seine Leserschaft von der Kette. Andy Steiner aus irgendwo schrieb: «Nichts gelernt, nicht zu helfen! Was lesen und hören wir täglich zu COVID-19 und dann solche Bilder aus St. Gallen? Beschämend.»

50 Milliarden

Trotz solcher Wortmeldungen lichten sich langsam die Nebel. Die Schweiz gab für die Rettung von mutmasslich 2500 betagten Menschen, viele von ihnen in Alters- und Pflegeheimen lebend, 50 Milliarden Franken aus. Um statistisch sechs bis zwölf Monate wurde das Leben der Betroffenen verlängert. Die Kosten pro Person beliefen sich auf 20 Millionen.

Gesunder Menschenverstand

Was die St. Galler machten am 22. Juli, fusste auf gesundem Menschenverstand. Dafür hätten sie, wenn schon nicht den Meistertitel, den Nobelpreis verdient.

Neymar

222 Millionen Euro gab Paris Saint-Germain 2017 aus, um Neymar zu verpflichten. 222 Millionen: ein Vogelschiss.

Von Eric Moll erfasst am 24.07 2020 15:44

Corona

Wort für Wort richtig. Bravo!

Von Philipp9008 erfasst am 24.07 2020 20:09

Öffnet die Stadien! Subito.

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