Xherdan Shaqiri

«Unser Pfunds-Kerl»

1 Meter und 69 Zentimeter obendrauf. So gross ist für BLICK der Grösste. Die Beziehung zwischen der Boulevardzeitung und dem «Zauberzwerg» ist eine innige.

Shaqiri, Shaqiri über allen. Auch wenn er bei Liverpool nur die Ersatzbank wärmt. Wenigstens war er nach dem Champions-League-Final beim Jubeln an vorderster Front dabei. Für BLICK kein Problem. Kein anderer Spieler wird so gehätschelt wie der Kosovare mit Schweizer Bürgerrecht. 

Peinlich und provinziell 

Jüngstes Beispiel das sonntägliche BLICK-Interview vom 9. Juni mit Liverpool-Superstar Virgil van Dijk, der die Fans zum Singen bringt. Das Gespräch dreht sich nur um Shaqiri. Peinlich und provinziell.

 

Der Deal 

Die Frage drängt sich auf: Kooperieren BLICK und Xherdan Shaqiri auf vertraglicher Ebene, wie das schon Nati-Coach Hitzfeld tat? Der Deutsche unterschrieb einen «Zusammenarbeitsvertrag», kassierte Kohle und sicherte sich eine wohlwollende Ringier-Schreibe. Ein Deal, den es nur in der Schweiz und in anderen Bananenrepubliken gibt. So überstand Ottmar Hitzfeld seinerzeit die blamablen Niederlagen gegen Luxemburg (1:2) und Montenegro (0:1) medial unbeschadet. 

Entli en Bentley 

Dank BLICK wissen die Leser alles über Shaqiri. Er traut sich in Liverpool nicht auf die Strasse, er fährt einen Bentley (na entli) und verdient Millionen (BLICK: «unser Pfunds-Kerl»). Und etwas wissen sie auch: Zwischen den Jobs bei Lidl und Liverpool liegt nur der Ball.

Von René H. erfasst am 09.06 2019 11:24

Oops. Vor Tagen war noch zu lesen, dass das Vertrauen der Schweizer Bevölkerung in die Medien gross sei.

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