Bradley Fink

Tormaschine für 90 000 Euro

Dem 17-jährigen Chamer eilt der Ruf voraus, ein Wunderkind zu sein. Für die U16 des FC Luzern schoss Bradley Fink Tor um Tor. 40 in 21 Spielen.

Das rief ausländische Grossvereine auf den Plan. Das Rennen machte die Borussia aus Dortmund. Im Sommer 2019 wurde der Wechsel vollzogen. 90 000 Euro soll der Bundesligist bezahlt haben. Der Junge mit dem Talent zur Tormaschine war ein Schnäppchen.

Zerknirschter FCL

Der FC Luzern nahm den Abgang Bradley Finks zerknirscht zur Kenntnis. Nachwuchschef Genesio Colatrella: «Wir haben ihm stets den nächsten Schritt in die erste Mannschaft aufgezeigt und eine entsprechende Karriereplanung vorgenommen. Doch die Geduld ging offensichtlich verloren.»

Irrweg?

Colatrella setzt noch einen drauf: «Es ist für die Karriereplanung eines grossen Talents sinnvoll, mindestens in der Challenge League gespielt zu haben, bevor man den Sprung ins Ausland wagt. Das verstehe ich unter seriöser Karriereplanung. Die Deutschen schielen seit einiger Zeit in die Schweiz, um zu schauen, wie wir mit dem Nachwuchs arbeiten. Deshalb weiss ich nicht, ob man es dort wirklich besser macht.»

Prominente Vorgänger

Wer behält am Ende recht? Der zielstrebige Bradley, den alle nur Brad rufen, oder der FC Luzern, um die Zukunft des Nachwuchsspielers besorgt? Zuversicht weckt, dass Dortmund für Helvetiens Angreifer ein goldenes Pflaster ist. Stéphane Chapuisat ist eine Clublegende, nach ihm begeisterte Alex Frei die Massen.

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