FC St. Gallen 1879

Ravioli Barnetta

Der FC St. Gallen säuft ab. Gelingt es dem neuen Steuermann Peter Zeidler, das leckgeschlagene Schiff in ruhige Gewässer zu führen?

Die Saison 2017/18 endete für die Ostschweizer desaströs. Die letzten sieben Spiele gingen verloren, das Team zeigte Auflösungserscheinungen wie ein Würfelzucker in einem Tässchen Tee. Trauriger Höhepunkt war die 0:3-Heimniederlage in der letzten Runde gegen Absteiger Lausanne. Da stellte man sich die Frage: Was machen die Spieler eigentlich beruflich? 

Zeitungsente 

Dennoch kam nach dem Abpfiff bei den 14 397 Zuschauern so etwas wie Euphorie auf, als sich wie ein Lauffeuer verbreitete: «Barnetta hört auf!» Die Meldung erwies sich als Zeitungsente, der gewesene Star bleibt den St. Gallern noch eine Saison erhalten. 

Grossverdiener 

Nach anderthalb Jahren ist die Ernüchterung gross in der Gallusstadt. Tranquillo Barnetta, 33, hat sich als Büchse Ravioli herausgestellt. Das Etikett versprach mehr, als der Inhalt gehalten hat. In der abgelaufenen Saison war «der verlorene Sohn» wiederholt der schwächste Spieler in den Reihen des FC St. Gallen. Wie hoch sein Jahresgehalt ist? Sind es 500 000 Franken? Damit liesse sich eine halbe Konservenfabrik kaufen. 

Kommt Salatic? 

Das Schicksal des ältesten Fussballclubs des Kontinents liegt nun in den Händen von «Alää» Sutter und Peter Zeidler. Die Mannschaft braucht ein neues Gesicht, Sportchef und Trainer sind gefordert. Wechselt der ehemalige GC- und Sion-Spieler Vero Salatic zu den Espen? Auch macht das Gerücht die Runde, dass der FC St. Gallen am jungen Ghanaer Majeed Ashimeru interessiert sei. Der 20-jährige Stürmer gehört Red Bull Salzburg. 

Barrage zurück 

Salatic hin oder Ashimeru her: Dem FC St. Gallen blüht eine ungemütliche Saison. Auch deshalb, weil die Barrage zurück ist. Dass Präsident Hüppi der Wiedereinführung der Todesrunde zugestimmt hat, sorgte in der Stadt der feinen Kalbsbratwürste für Irritationen. Wie sagte einst Bertolt Brecht, der deutsche Dramatiker: «Nur die dümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber.»    

Europäische Träume 

Oder straft der FC St. Gallen 1879 alle Skeptiker Lügen? Zieht er sogar in die Europa League ein? Die Qualifikationsspiele finden im Juli statt. Noch immer ganz frisch wie Morgentau ist in St. Gallen die Erinnerung an die glorreichen europäischen Auftritte vor fünf Jahren.

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