FC Luzern

«Ho-Ho-Hopp Lozärn!»

Hopp de Bäse! Neue Besen kehren gut. Der FCL, von vielen abgeschrieben, entert die Europa League.

Trainerwechsel, behaupten Statistiker, sind für die Katz. Sie verpuffen wirkungslos. Winston Churchill, kein Fussballfan, aber ein Fan klarer Worte, sagte über Statistiken: «Trau keiner, die du nicht selber gefälscht hast.» 

Gerardo Seoane 

Auch die Luzerner wissen, dass Statistiker Scharlatane sind. Ihr Team taumelte als Abstiegskandidat in die Winterpause, Trainer Markus Babbel redete sich mit gezielten Provokationen um den Job, nicht aber um eine fette Abgangsentschädigung. Beim FC Luzern übernahm Gerardo Seoane, und er, das unbeschriebene Blatt, schaffte das Wunder. Der 39-Jährige verwandelte den Prügelknaben FCL in einen veritablen Preisboxer, der in der Rückrunde Gegner um Gegner auseinandernahm. 

Millionenregen 

In der drittletzten Runde machten die Luzerner den Sack zu. Auswärts in St. Gallen, beim direkten Konkurrenten um das begehrte Europa-League-Ticket, siegten sie 3:2. Nun winken ihnen Millionen, die sie auf sicher haben, wenn YB das Double holt. In der anschliessenden Pressekonferenz nach seinem Erfolgsrezept gefragt, sagte Gerardo Seoane, er habe in der Mannschaft die typische Innerschweizer Tugend geweckt. Er meinte den Kampfgeist, der auch die eigenen Fans erfasste. 

Gefrierendes Blut 

Dröhnt aus 10 000 Kehlen der unheimliche Schlachtruf «Ho-Ho-Hopp Lozärn!» durch die Swissporarena, gefriert gegnerischen Spielern und Fans das Blut. Sie fühlen sich wie anno dazumal die armen Habsburger in der Schlacht am Morgarten. Nur dass ihnen keine Steine und Baumstämme um die Ohren fliegen, sondern Bälle, scharf getreten wie Boden-Luft-Raketen.

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