Schweizer Nati

Die Xhakas

Der Doppeladler hat ausgeflattert. Er ist abgestürzt wie ein Suppenhuhn. Xhaka und Shaqiri haben sich und der Nati einen Bärendienst erwiesen.

Das enttäuschende Aus gegen Schweden liegt schon einige Tage zurück. Der WM-Rausch ist dem Kater gewichen. Zeit also, das Geschehene einzuordnen. 

Folgenreiche Provokation 

Der albanische Doppeladler von Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri im Gruppenspiel gegen Serbien war eine politische Provokation, welche die neutrale Schweiz vor der Welt blossstellte und der Mannschaft Schaden zufügte. Nach dem sehenswerten 2:1 gegen Serbien brachte die Schweiz keinen Fuss mehr vor den anderen. Es folgten der müde Kick gegen Costa Rica und das unsägliche 0:1 gegen Schweden. Schwächster Spieler auf dem Platz: Granit Xhaka, selbsternannter Weltklassefussballer, der das Kinn hoch trägt und vor sich her wie ein Elch in nordischen Wäldern. 

Glühender Nationalist 

Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka. Während Ersterer ein Mitläufer ist, markiert Xhaka den glühenden albanischen Nationalisten. Er ist ein Hitzkopf und Brandstifter. Diesen Nationalismus hat er sich nicht geholt wie einen Tripper. Er wurde ihm in die Wiege gelegt. 

Vater Xhaka 

Granits Bruder Taulant, ebenfalls Besitzer des Schweizer Passes, spielt für Albanien. Er war mittendrin, als es vor vier Jahren beim EM-Qualifikationsspiel Serbien gegen Albanien zu wüsten Ausschreitungen kam. Ausgelöst wurden die Tumulte von Albanern, die eine albanische Fahne mit einer Drohne übers Spielfeld fliegen liessen. Nach dem «Skandal von Belgrad» meldete sich Vater Xhaka zu Wort: «Ich wäre stolz gewesen, wenn Taulant sein Leben für die Fahne geopfert hätte.» 

Wer einen solchen Vater hat, braucht keine Feinde. Auch keine serbischen.