FC St. Gallen 1879

Der Sohn des Bösewichts

Vorhang auf für Akt zwei der Schmierenkomödie. Schiedsrichter Lionel Tschudi verweigert dem FC St. Gallen gegen Luzern in Absprache mit dem Videoassistenten einen klaren Penalty.

Vor knapp einem Jahr übersah Tschudi im Kybunpark bereits die Brutalo-Attacke des Luganesi Fabio Daprelà, der Cedric Itten ins Spital knüppelte. Schiri Tschudi stand ein paar Meter daneben. Anstatt Rot zu zücken, liess er das Spiel weiterlaufen.

Sohn des Bösewichts 

Der 30-Jährige ist der Sohn von Schauspieler Gilles Tschudi, der in der TV-Soap LÜTHI UND BLANC den Bösewicht Frick mimte. Sohn Lionel scheint wie sein Vater den grossen Auftritt zu suchen. Dabei müsste er eigentlich wissen, dass der Schiedsrichter, der nur eine Nebenrolle spielt, der beste Schiedsrichter ist. 

Hang zur Dramatik 

Die St. Galler sind nach dem zweiten Aussetzer Tschudis ausser sich. In den Fan-Foren wird der Neuenburger als Sohn einer unehrenhaften Dame verunglimpft. Lionel Tschudi ist gut beraten, die Ostschweiz in nächster Zeit zu meiden. Und seinen Hang zur Dramatik an einem anderen Ort als auf dem Rasen auszuleben.