FC Luzern

Der Pilatus hat eine Maus geboren

Fabio Celestini übernimmt das Himmelfahrtskommando. In Lausanne und Lugano gescheitert, soll er Luzern vor dem Absturz retten.

Nach dem Rausschmiss Thomas Häberlis liess sich Sportchef Meyer viel Zeit. Hoffnung flammte auf, dass er über einer kreativen Lösung brütete. Doch Remo Meyer konnte nicht aus seiner Haut. Er präsentierte am 3. Januar Fabio Celestini als neuen Trainer. Der Pilatus hat eine Maus geboren.

Schuster, Maradona, Zidane

Gräbt man in Celestinis Biografie, stösst man doch noch auf ein bisschen Glamour. Als Bub etwas eckig an den Hüften, schaffte er es bis nach Spanien und in die Schweizer Nati.

Seine Trainerkarriere begann als Assistent bei Bernd Schuster, der beim FC Barcelona mit Diego Maradona zusammengespielt hatte. Zinédine Zidane, ein anderer Grosser des Weltfussballs, ist Celestinis Freund.

Intrigantenstadl

In Luzern erwartet den 44-Jährigen ein Intrigantenstadl. In der Rolle Karl Moiks, nur nicht ganz so gut gelaunt, der Unternehmer und Investor Bernhard Alpstaeg.

Da ist im Vorteil, wer nichts versteht. Fabio Celestini läuft Gefahr, diesen Trumpf aus der Hand zu geben. «Grüezi mitenand», sagte der Romand tapfer bei seiner Vorstellung in Luzern. Und schob nach, in Weltrekordtempo Deutsch lernen zu wollen.

Diese noble Absicht könnte der Anfang von Celestinis Ende in der Leuchtenstadt sein.

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