FC Luzern

Der Coiffeur kann ihm gestohlen bleiben

René Weiler ist weg, das Missverständnis ausgeräumt. Sein Nachfolger Thomas Häberli entpuppt sich als Glücksgriff. Sportchef Meyer rumpelt ein Stein vom Herzen, fast so gross wie der Pilatus.

Weiler unterschrieb im Sommer 2018 einen Dreijahresvertrag. Seine Entlassung im Februar soll den FC Luzern rund eine Million gekostet haben. Gezogen hatte die Niete in der Trainer-Lotterie Sportchef Remo Meyer. FCL-Hauptaktionär Bernhard Alpstaeg kündigte an, er werde Meyer gehörig «die Kappe waschen». Ojee. Wer den hemdsärmeligen Alpstaeg kennt, wollte nicht in Meyers Haut stecken. 

Volltreffer 

Luzern ein paar Wochen später: Die Verantwortlichen des FCL strahlen mit der Frühlingssonne um die Wette. Der Trainerwechsel war ein Volltreffer. Die Mannschaft blüht unter Häberli auf, spielt beschwingt und marschiert in der Tabelle nach vorn. 

YB weggepustet 

Eindrücklich die Luzerner Vorstellung im Cup-Viertelfinal. 4:0 schlugen die Häberli-Jungs die Berner Young Boys. Nun wartet Ende April der FC Thun. Die Luzerner geniessen Heimrecht, ihnen wird der Cupfinal auf dem Silbertablett serviert. 

1960 

Zweimal in seiner 118-jährigen Geschichte gewann der FC Luzern den Cup. 1960 stemmte Captain Paul Wolfisberg den Pokal in die Höhe. Die Luzerner besiegten Grenchen 1:0, Schütze des goldenen Treffers war Rolf Blättler. 

Abbruch GmbH 

Wolfisberg trainierte in den achtziger Jahren die Schweizer Nationalmannschaft und war Begründer der legendären Abbruch GmbH mit den Büezern Egli, Zappa, Lüdi und Hermann. Wolfisbergs grösster Erfolg: Der 2:1-Sieg der Schweiz gegen England 1981. Es war die Zeit, als auch Legastheniker die Spielernamen fehlerfrei zu Papier brachten. Die damalige Aufstellung: Burgener, Zappa, Hermann, Lüdi, Egli, Botteron, Barberis, Scheiwiler, Wehrli, Elsener, Sulser.   

1992 

Den zweiten Cupsieg errang der FC Luzern 1992 mit Trainer Friedel Rausch an der Seitenlinie. 3:1 nach Verlängerung wurde der FC Lugano niedergekämpft. Der Triumph war süss-saurer Art. Als Cupsieger stieg der FCL in die damalige Nationalliga B ab. 

Neues Selbstvertrauen 

Dieses Schicksal bleibt dem FC Luzern in dieser Saison garantiert erspart. Die Luzerner greifen an aus der Tiefe der Tabelle und schielen bereits wieder nach Europa. Remo Meyer hat neues Selbstvertrauen getankt. Der Coiffeur kann ihm gestohlen bleiben. Soll der Alpstaeg doch sagen, was er will.

René van Eck 

Wer dringend die Schere verdient, ist René van Eck, einer der Cuphelden von 1992. Der frühere Trainer Alemannia Aachens ist heute Assistent beim FC Zürich. Herr Alpstaeg, erbarmen Sie sich seiner. Weisen Sie ihm den Weg zur Schönheit.

Von Mischa 6002 erfasst am 29.03 2019 15:50

Häberli FC Luzern

Ob Häberli alt wird in Luzern? Ich würde nicht viel darauf wetten. Das Problem: Die Spieler haben zu viel Macht. Gefällt ihnen morgen Häberlis Nase nicht mehr, machen sie einfach auf Arbeitsverweigerung. Und schwupps ist er weg. Zum Ko..., Kondolieren.

Von Gringo1965 erfasst am 29.03 2019 16:29

FCL

Cupsieg wär schon geil, aber dann endlich auch europäisch eine Falle machen. Die letzten internationalen Auftritte waren nix.

Von Sohn von St. Gallus erfasst am 29.03 2019 21:20

Wer interessiert sich für diese lutschenden Leuchten?

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