FC Windisch

Jugoslawien ist überall

Der Fussball ist die beste Einwanderungsbehörde der Welt. Auf dem Platz sind alle gleich, ungeachtet ihrer Herkunft und sozialen Stellung.

Die zwei grössten Söhne des FC Windisch entstammen einer süditalienischen Gastarbeiterfamilie. Luigi Ponte, der frühere Spitzenschiedsrichter, ist Präsident des Aargauischen Fussballverbandes. Dem FC Windisch diente er jahrelang in verschiedenen Funktionen.

Maradona im Taschenformat

Sein jüngerer Bruder Raimondo, Präsident des Vereins, spielte für GC, in England und Frankreich und 34-mal für die Schweiz. Er war ein Maradona im Taschenformat. Auch als umtriebiger Trainer machte sich Ponte einen Namen.

Raimondo junior

Der FC Windisch, Heimathafen der Pontes aus Neapel, wurde 1950 gegründet. 70 Jahre wird er dieser Tage. Bereits hinterlässt die nächste Ponte-Generation ihre Spuren im Verein. Raimondo junior rückt in den Vorstand nach.

«Mexiko! Hugo Sánchez!»

Der Fussball ist wunderbar. In Windisch und überall. Auch 1992 in Sarajevo, wo im jugoslawischen Bürgerkrieg zwei Journalisten als vermeintliche Spione verhaftet wurden. Ihre Erschiessung auf der Stelle war beschlossene Sache. In Todesangst zückten die Journalisten ihre Pässe. Das Gesicht des düsteren Offiziers erhellte sich: «Mexiko! Hugo Sánchez!» Er liess die durchgeladene Waffe sinken und umarmte die beiden. Sie kamen mit dem Leben davon.

Happy Birthday, FC Windisch – er lebe hoch und lang!

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