FC Oftringen

Hartes Brot, belegte Brötchen

Die Zeit im fussballerischen Sibirien war bitter. Nun ist der FC Oftringen zurück aus der Verbannung. Freude herrscht!

2015 purzelte der Aargauer Traditionsverein runter in die 3. Liga. Dort ass der FC Oftringen zwei Jahre hartes Brot. Dann, in der Saison 2017/18, raffte sich die Mannschaft auf. Sie wollte zurück und zündete ein offensives Feuerwerk. In 26 Partien schossen die Oftringer 80 Tore. Dennoch war der Aufstieg kein Spaziergang, sagt die Tabelle, die niemals lügt. 103 Strafpunkte steckten die Oftringer ein, fast so viele wie ein Strassenköter Flöhe an einem Tag. 

Sie wollen bleiben 

Nun sind sie wieder dort, wo sie hingehören. Die Jungs von Trainer Giuseppe Aversa kehren nicht für eine Stippvisite zurück. Sie kommen, um zu bleiben. Wer das harte Brot der 3. Liga gegessen hat, weiss die belegten Brötchen ein Stockwerk höher zu schätzen.   

1928 

Gegründet wurde der FC Oftringen 1928. Im Jahr, da Walt Disney Micky Mouse zum Leben erweckte und ein gewisser Richard Halliburton als erster Mensch den Panama-Kanal in seiner ganzen Länge durchschwamm. 90 Jahre später ist die Maus noch immer da und Halliburton im Himmel. Und der FC Oftringen? Er schwimmt nicht, ganz im Gegenteil. 

Nachwuchsabteilung boomt 

Der FC Oftringen setzt auf die Karte Nachwuchs. 19 der 22 Teams spielen im Juniorenfussball. So wird der Verein noch lange nicht untergehen. Den kleinen Kickern zuzuschauen, ist eine Freude. Auch für Präsident René Wullschleger, der den FC Oftringen mit viel Herzblut führt. Vielleicht belohnt ihn der Fussballgott irgendwann mit einem kleinen Messi. Der hat auch mal klein angefangen. Und ist in Russland grandios gescheitert.