FC Eschenbach

Grosses Geläut

1969 wurde scharf geschossen. Mit Apollo 11 schoss die Menschheit hoch zum Mond, Pelé schoss sein 1000. Tor, und in Eschenbach schossen sie den Bock ab, als sie den FC gründeten.

50 Jahre später ist die Mondrakete verschrottet, und Pelé plagt die Prostata. Da bleibt ihm nur die Erinnerung an seinen Jubiläumstreffer. In den Farben des FC Santos gegen Vasco da Gama am 19. November 1969. Er fiel in der 34. Minute, Pelé traf vom Penaltypunkt aus. Danach musste die Partie für 20 Minuten unterbrochen werden, weil Fans, Journalisten und Fotografen auf den Platz gestürmt waren. In ganz Brasilien läuteten nach dem Tor die Kirchenglocken Sturm.

Drittligist

Der FC Eschenbach erzielte das erste Tor seiner Vereinsgeschichte im Juli 1969, kurz nach seiner Gründung am 1. des Monats. 50 Jahre später gibt's den FC Eschenbach noch immer, nur hochgeschossen wie eine Rakete ist er nicht. Er kickt in der 3. Liga.

Bomber Stojanov

Vor Beginn der Rückrunde steht Eschenbach zusammen mit Schmerikon an der Tabellenspitze. Die beiden Teams werden den Aufstieg unter sich ausmachen. Eschenbach und Schmerikon könnten gegensätzlicher nicht sein. Während Schmerikon hinten steht wie eine Eins, ist der FC Eschenbach vorne eine Wucht. 36 Tore erzielten die Kielholz-Knaben in den 11 Partien der Vorrunde. Robert Stojanov allein traf 15-mal.

Recht und billig

Steigt der FC Eschenbach pünktlich zum 50. Geburtstag auf, schlägt's 13. Dann, Hochwürden Pater Hälg, ist es an der Zeit, dass die Kirchenglocken läuten. Was Brasilien recht war, kann Eschenbach nur billig sein.