SC Grafenried

Gott behüte uns vor Elizabeth Lambert!

Es gibt Mannschaften, die sammeln Gelbe und Rote Karten wie Cumulus-Punkte in der Migros. Und es gibt den SC Grafenried, das fairste Team der Schweiz.

Die Jungs von Trainer Salvatore Galeno kicken in der 3. Liga. Sportlich läuft es ihnen nicht optimal. Nach der Vorrunde stecken sie mit elf Punkten aus zwölf Spielen mitten im Abstiegskampf. Das hindert die Grafenrieder nicht daran, die Fahne der Fairness hochzuhalten. Nur fünf Strafpunkte haben sie bisher kassiert. Das ist schweizweit der tiefste Wert. 

«Fuck me, that was loud!» 

Beim SC Grafenried garantiert nur auf der Ersatzbank sitzen würde der Engländer Lee Todd. Der Mittelstürmer wurde im Jahr 2000 schon nach zwei Sekunden vom Platz gestellt. Sein Vergehen: Er hatte den Anpfiff des Schiedsrichters mit den Worten «Fuck me, that was loud!» kommentiert. 

Jegenstorf und Lambert 

Grafenrieds Gegenentwurf ist der SC Jegenstorf. Als punkteloser Tabellenletzter hat er bereits 101 Strafpunkte auf dem Kerbholz. Jesses Gott, SC Jegenstorf! Der Schrecken ist sein Schatten. Doch einer Amerikanerin können selbst die Jegenstorfer das Wasser nicht reichen. Wo Miss Elizabeth Lambert hintritt, wächst kein Gras mehr.

160 Millionen Franken 

Gott behüte uns vor dieser Dame! Finden der SC Grafenried und die Suva, die sich um 45 000 verletzte Fussballer und Fussballerinnen jährlich kümmern muss. 160 Millionen kostet das Gemetzel auf Schweizer Fussballplätzen jedes Jahr. 

Belohnung winkt 

Zurück zum SC Grafenried: Die Galeno-Giele werden in der Rückrunde alles daransetzen, den Ligaerhalt zu schaffen. Mit Spielfreude und Kampfgeist, der sich aber immer im Rahmen der Regeln austobt. Verteidigt der SC Grafenried den ersten Platz in der Fairplay-Rangliste, macht er sich selber das schönste Geschenk. Er qualifiziert sich für die erste Hauptrunde des Schweizer Cups und empfängt mit etwas Losglück YB, Basel oder den FCZ.