FC Emmenbrücke

Der Schneemann im Kongo

Wer 98 Jahre alt ist, hat viel zu erzählen. Der FC Emmenbrücke könnte ein Büchergestell füllen mit Anekdoten. Rauf und runter ging's in seinem turbulenten Leben.

Den Tiefpunkt erlebte der FC Emmenbrücke 2015, als er runter in die 3. Liga purzelte. Seit dieser Saison kickt er wieder in der 2. Liga und schlägt sich grandios. Der Aufsteiger klopft energisch an die Tür der 2. Liga interregional. Massgeblich beteiligt am Aufschwung sind die Emmenbrücker Topskorer Stefano Izzo und Robin Hrgota, die in den ersten 21 Partien je zwölfmal trafen.

NLB und NLA

In seinen besten Zeiten Anfang der Neunziger spielte der FC Emmenbrücke in der Nationalliga B. Das altehrwürdige Stadion Gersag schnupperte vor zehn Jahren sogar Super-League-Luft, als der FC Luzern seine Heimspiele temporär in Emmenbrücke austrug.

Kudi Müller

Seit 1921 schnürten unzählige Ballhungrige die Treter für den Verein. Darunter waren viele ewige Talente und ein grosses Talent. Kudi Müller, heute 71, schaffte es sogar in die Bundesliga. In der damaligen Zeit eine Sensation wie ein Schneemann im Kongo.

Doppeltorschütze

Bei Hertha Berlin heimste der kleine Schweizer Respekt ein. Und erlebte am 19. April 1975 seine Sternstunde. Vor 90 000 Zuschauern im Spitzenspiel gegen Gladbach erzielte Kudi Müller zwei Tore. Sein Gegenspieler: Niemand Geringerer als Berti Vogts, der schlimmste Wadenbeisser der Bundesrepublik Deutschland.