Käseland Schweiz

So ein Käse

Immer diese Abkürzungen! EU, MWST, UNESCO. Da versteht man nur noch Bahnhof. FIGUGEGL kennt dafür jedes Kind.

«Fondue ist gut und gibt eine gute Laune», weiss jeder, der schon mal Brot in die Käsesuppe getunkt hat. Wer kann da schon widerstehen? Niemand – ausser einem zahnlosen Spanier, der beim Lachen quietscht wie eine Tür. Auch Raclette ist ein Gaumenschmaus. Im Winter, Frühling, Herbst und auch im Sommer.

Der Señor will verteidigt werden. Eigentlich erzählt er etwas ganz anderes. Die Übersetzung wurde ihm fies untergeschoben. Waren das die Österreicher, neidisch auf unser Nationalgericht?

450 Sorten 

Der Mensch fabriziert Käse seit 10 000 Jahren. Im Käseland Schweiz werden rund 450 Sorten hergestellt. Diese hohe Zahl ist dem Umstand geschuldet, dass 80 Prozent des Schweizer Kulturlandes Grasland sind. Da bleibt nichts anderes übrig, als Milchwirtschaft zu betreiben. Beinahe die Hälfte der anfallenden Milch wird zu Käse verarbeitet. 

DNA des Landes 

Der Käse gehört zur Schweiz, er ist in der DNA des Landes verankert. Auch im Sport hinterlässt er seine Spuren. Wer kennt ihn nicht, den wenig schmeichelhaften Spruch: «Was spielen die heute wieder für einen Käse zusammen.» 

Pechvogel Heinzer 

In den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts war die Schweizer Skinati in Anzügen unterwegs, die heute Kultstatus geniessen wie Bikini oder Minirock. Abfahrer Franz Heinzer brachte der käsige Dress kein Glück. 1994, an den Olympischen Spielen in Lillehammer, brach ihm am Start die Skibindung. So ein Käse aber auch.

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