Camping

1000 Sterne

Ein Holländer weiss, wovon er redet. Die Schweiz ist das El Dorado des Campings. Es gibt Campingplätze wie Windmühlen am Deich. Nicht irgendwo, sondern auf den schönsten Flecken Erde.

Wo Holländer sich niederlassen, sind auch die Deutschen nicht weit. Und Dänen, Schweden, Belgier, Franzosen, Engländer, Polen, Tschechen und sogar Russen. Die sind die coolsten Camper der Welt und füttern wilde Bären, als wären es Murmeltiere. Schneid haben sie, die Russen. Und vielleicht auch nicht alle Wodkaflaschen im Zelt. 

Vor 100 Jahren 

Gecampt wird, seit es Menschen gibt auf dem blauen Planeten. Sogar in der Tierwelt ist das mobile Wohnen verbreitet. Denken wir an die Weinbergschnecke mit ihrem praktischen Wohnmobil auf dem Rücken. Campingferien kamen zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Mode, nachdem die Arbeiter und Angestellten sich endlich bezahlte Ferien erstritten hatten. 

Mit offenen Armen 

Heutzutage, in diesen gefährlichen Zeiten, finden immer mehr Schweizerinnen und Schweizer Gefallen am Campen. Weshalb in die Ferne schweifen, wenn es zu Hause am Schönsten und Sichersten ist? Gepflegte Campingplätze empfangen die Feriengäste mit offenen Armen. Sie liegen am Wasser (fast immer) und in den Bergen (nicht selten). Ist die Ausrüstung gekauft, etwa online bei swiss-sale.ch, kann der Ferienspass beginnen. Sorgen brauchen sich Eltern keine zu machen. Das gefährlichste Tier auf Schweizer Campingplätzen ist nicht der Bär, sondern die Stechmücke.

Ein Bierchen oder auch zwei 

Kriecht die Nacht über den Campingplatz, schlüpfen die Kinder in den Schlafsack. Der spannende Tag am Wasser, auf dem Velo und in den Wanderschuhen fordert seinen Tribut. Der Schlaf kommt von ganz allein – ohne Fernseher und iPhone. Die Alten bleiben noch ein Weilchen sitzen vor Wohnmobil und Zelt. Zischen ein Bier oder auch zwei, mit Heintje aus Hilversum und Hildegard aus Hannover, und blicken hoch zum Firmament. Lieber 1000 Sterne am Himmel als 5 an der Hotelpforte. 

Klatsch. Wenn nur diese verfluchten Blutsauger nicht wären!