Faustball-WM

Ballermänner

Hier die Faust und dort der Fuss. Faustball und Fussball sind entfernte Verwandte. Vom 11. bis 17. August ist Winterthur Austragungsort der Faustball-WM.

Englands Gary Lineker sagte: «Fussball ist ein einfaches Spiel. Am Ende gewinnen immer die Deutschen.» Auch im Faustball nimmt Deutschland eine dominierende Rolle ein. Die Teutonen sind das Nonplusultra, das Mehr-geht-nicht des Sports. 

Titeltraum 

Dahinter lauert die Schweiz. An einem guten Tag ist sie in der Lage, den grossen Nachbarn zu ärgern. Ihr Traum: der WM-Titel im eigenen Land, auf der Winterthurer Schützenwiese. In der Eulachstadt ist alles angerichtet. Sogar einen WM-Song gibt's. Und eine Homepage natürlich auch. 

Rheintaler Dominanz

Das Gros des Schweizer Teams stellen die Vereine Widnau und Diepoldsau. Die Rheintaler im roten Trikot mit weissem Kreuz: Malik Müller, Kenneth Schoch, Christian Lässer, Lukas Lässer (Diepoldsau) sowie Mario Kohler und Jan Meier (Widnau).

Rund um den Globus 

Faustball ist keine Erfindung der Neuzeit. Der Sport wurde bereits in der Antike ausgeübt. Auch im späten Mittelalter war Faustball populär, wie Johann Wolfgang von Goethe 1786 in einem seiner Tagebücher festhielt: «Vier edle Veroneser schlugen den Ball gegen vier Vicenter; sie trieben das sonst unter sich, das ganze Jahr, etwa zwei Stunden vor Nacht.» Im 19. und 20. Jahrhundert waren es deutsche Auswanderer, die den Faustball um den Globus trugen. Heute wird Faustball unter anderem in Argentinien, Brasilien, Mexiko, Südafrika und Namibia gespielt. 

Kleine und grosse Brocken 

Die Schweiz trifft in den WM-Gruppenspielen auf Brasilien, Chile und die USA. Die Männer des Trainergespanns Oliver Lang und Hanspeter Brigger werden diese Gegner aus dem Feld ballern. Die grossen Brocken kommen danach. Der grösste wartet im Final, läuft alles nach Plan.