HC Ambri-Piotta

Pauli, Peter und die kleinen Leute

Ambri-Piotta ist wie ein freundlicher Sommertag: biancoblù. Nur dass in der Leventina die Bäume nicht in den Himmel wachsen.

In früherer Zeit war das Tal ein Armenhaus. Zu Tausenden wanderten die Nordtessiner aus – viele suchten ihr Glück in Amerika. Auch heute noch verschlägt es Leventiner über den Atlantik.

Pauli

Ambri-Trainer Luca Cereda wurde 1999 von den Toronto Maple Leafs gedraftet. Drei Jahre spielte er in Nordamerika, der Durchbruch in der NHL wollte ihm jedoch nicht gelingen. Anders Pauli Jaks: Der Goalie schrieb am 29. Januar 1995 Eishockeygeschichte. Als erster Schweizer absolvierte er ein Spiel in der besten Liga der Welt. Teamkollege bei den Los Angeles Kings war ein gewisser Wayne Gretzky.

Peter

Auch Paulis Bruder Peter war ein Biancoblù. 314 Treffer erzielte der Torminator für Ambri. 2011 schied er freiwillig aus dem Leben. Seine Trikotnummer 19 wird bei Ambri-Piotta nicht mehr vergeben. Sie hängt für immer unter dem Stadiondach.

Hingebungsvoll

So ist er, der HC Ambri-Piotta. Kein Schickimicki-Club, sondern ein Verein der kleinen Leute, die wissen, dass das Leben keine Zuckerwatte ist. Marmor sucht man vergeblich in den Toiletten der Valascia, doch dröhnt hingebungsvoll LA MONTANARA durchs Stadion, wird sogar die Mailänder Scala ganz klein.

Ziel Playoffs

Sportlich spuckt Ambri-Piotta in dieser Saison keine neuen Töne. Die Cereda-Jungs kämpfen mit kleinem Budget gegen übermächtige Gegner. Die Playoffs sind das Ziel. Forza Ambri!