EHC Kloten

Im Stahlgewitter

Der EHC Kloten ringt in den Playouts mit dem Tod. Kulttrainer Kevin Schläpfer ist es nicht gelungen, der Mannschaft neues Leben einzuhauchen.

Im Oktober 2017 hatte Schläpfer, der laute Motivator, den stillen Finnen Pekka Tirkkonen abgelöst. Ein halbes Jahr später fällt das Fazit ernüchternd aus: Die Mannschaft zeigt Auflösungserscheinungen, der Trainer wirkt ratlos, mit seinem Latein am Ende. 

Der grosse Aderlass 

Die ersten pelzigen Tierchen machen sich daran, das sinkende Schiff zu verlassen. Denis Hollenstein hat schon vor Wochen bei den ZSC Lions unterschrieben. Seinem Beispiel folgend, wechselt Vincent Praplan nach Nordamerika zu den San José Sharks. Setzt sich der 23-Jährige in der NHL durch, kassiert er 920 000 Dollar Jahresgage. Falls nicht, spielt er für ein Butterbrot im Farmteam. In Kloten werden sie ihn und seine spektakulären Tore vermissen.    

Rappi lauert 

Ob Hollenstein und Praplan den Verein erfolgreich durch das Stahlgewitter der Playouts führen? Grosse Zweifel sind angebracht. Wenigstens bliebe noch eine letzte Chance: die Ligaqualifikation. Doch wenn man sieht, wie der SC Rapperswil-Jona Lakers ein Stockwerk tiefer brilliert, könnte sich der schleichende Tod des Traditionsclubs aus dem kerosingeschwängerten Flughafendorf nur um ein paar Spiele verlängern.     

Hopp Chloote! 

In dieser schwierigen Situation müssen alle, denen Chloote am Herzen liegt, zusammenstehen. Die Spieler, das Management, die Fans, ganz Kloten und das Zürcher Unterland. Hopp Chloote!