EV Zug

Im Leben nicht

Auch der vierte Sargnagel sass. Das Hoffen auf die Auferstehung am Ostersamstag war umsonst. Der EVZ ist Vizemeister, der Champion der Verlierer.

Zug liegt in Trümmern wie Hiroshima nach der Bombe. Wie konnte der EVZ diese Finalserie herschenken, nach dem 4:1-Auswärtssieg zum Auftakt? Die Antwort: Der Serienmeister wollte den Titel mehr als der EV Zug, der seit 20 Jahren nach ihm schmachtet. Die Berner kauften den spielerisch überlegenen Zugern den Schneid ab. Und sie hatten das nötige Schlachtenglück und Schiedsrichter, die ihnen wohlgesinnt waren. 

Schwachstelle Torhüter 

Vor allem aber hatten die Berner Leonardo Genoni. Mit ihm wird man Meister, mit Tobias Stephan im Leben nicht. Das ist die brutale, ungeschminkte Wahrheit. In der vierten Partie etwa hielt Genoni 97,30 Prozent der Schüsse, während Stephan bloss auf eine Quote von 88,89 Prozent kam. 

Fünf Jahre Genoni 

Der Lichtblick in der Zuger Tristesse: Der Wundergoalie wechselt das Ufer, von der Aare geht's an den Zugersee. Der EV Zug hat sich die Dienste Genonis für fünf Jahre gesichert. Seine Paraden sollen den EVZ in der nächsten Saison meistertauglich machen.