SC Bern

«Genoni ist Genoni»

He did it again. Der SC Bern ist Meister, zum 16. Mal. Der Weg war steinig und steil, kein Walk auf dem roten Teppich.

Im Viertelfinal gegen Genf Servette tat sich der SC Bern schwer, setzte sich am Ende aber durch. Gegen Biel im Halbfinal standen die Berner vor dem Aus. Sie retteten sich mit einem glücklichen 1:0-Auswärtssieg. Auch das erste Spiel des Playoff-Finals gegen Zug war schlecht. Es ging 1:4 verloren. 

Vier Siege in Serie 

Das rief Trainer Jalonens Kritiker auf den Plan. Schon lange mokierten sie sich über die aus ihrer Sicht zu wenig attraktive Spielweise des SCB. Der angeschossene Trainer und sein Team gaben die Antwort auf dem Eis. Sie gewannen die drei folgenden Partien und machten am 20. April mit einem 2:1-Sieg den Deckel drauf. 

Jalonen und Genoni 

Der 59-jährige Kari Jalonen führte den SC Bern zum zweiten Meistertitel in drei Jahren. Noch Fragen? Nein. Der Finne ist ein meisterlicher Trainer. Die zweite Schlüsselfigur im Team der Berner ist Leonardo Genoni. Der 31-Jährige, der als Sohn eines Chirurgen kein Blut sehen kann und ein Hörgerät trägt, bestätigte seinen Ruf, der beste Goalie der Liga zu sein. «Genoni ist Genoni», sagte Trainer Jalonen lapidar, nach der letzten Sirene auf seinen Torhüter angesprochen. 

Schlaflose Nacht 

Der einzige Wermutstropfen an diesem meisterlichen Abend: Leonardo Genoni verlässt den Club. Er wechselt zum EV Zug. Davon liessen sich die Berner die Feierlaune nicht verderben. Die Nacht, in der niemand schlief, begann mit einer Bier- und Champagnerdusche. Mittendrin Thomas Rüfenacht, in weiser Voraussicht ausgerüstet mit einer Skibrille. Der Champagner schmeichelt dem Magen, in den Augen brennt das Zeug wie Feuerwasser.

Von Mäse erfasst am 22.04 2019 09:16

SCB

Happy! Thäänks!

Von PiusXX erfasst am 23.04 2019 10:05

Schon klar, alles richtig gemacht. Aber die Spielweise, na ja. Und leider bekommt beim SCB der Nachwuchs kaum eine Chance. Ganz viele Talente versauern.

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