EV Zug

Fliegende Stöcke, schmutzige Worte

Neunzehnhundertachtundneunzig. So lange zieht sich die Titellosigkeit schon hin. Als der EVZ 1998 Meister wurde, glaubte die Menschheit noch, die Erde sei ein Frisbee. Und kniete sich eine Praktikantin mächtig rein in ihren Job.

Die «Lewinsky-Affäre» brachte US-Präsident Clinton 1998 in grösste Bedrängnis. Zugs Trainer Sean Simpson kannte diese Existenzsorgen nicht. Halb Zug machte die Nacht zum Tag, als er den EVZ zum ersten und bisher einzigen Meistertitel der Vereinsgeschichte führte.

Auf Jobsuche 

21 Jahre später hat Clinton sein lüsternes Mütchen gekühlt und ist Simpson ohne Verein. Seinen letzten Job in der Bundesliga bei Mannheim verlor er nach einem verbalen Ausrutscher gegen einen Reporter: «Eine dumme Frage, und ich schlage dich k.o. Dann liegst du am Boden. Okay? Respekt!» 

Schmetterling und Fliege 

Mannomann! Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss. Zum Beispiel einen frechen Reporter verprügeln. Diese Hemdsärmeligkeit gefällt den Zuger Fans. Einer soll von ihr besonders beseelt sein: Lino Martschini. In der Regular Season schwebt der kleine Mann wie ein Schmetterling übers Eis. Gilt's in den Playoffs ernst, klatschen ihn die Gegner wie eine lästige Fliege an die Bande. 

Auf einen Schnaps 

Vielleicht sollte sich Martschini mal mit Simpson treffen, auf einen Schnaps oder auch zwei. Vom kernigen Kanadier könnte er lernen, wie er nicht zur Stubenfliege wird, sondern zur Hornisse mutiert. In den Playoffs, wenn fliegen die Stöcke und schmutzige Worte.

Von Franz K. Giger erfasst am 31.12 2018 12:05

Und heute prügeln die Journalisten auf Trump ein.

1 Antwort

Von Piero1966 erfasst am 31.12 2018 17:42

Ja, ja, austeilen können sie, aber einstecken nicht, diese Lügenbarone. Bravo Simpson!

Von Beobachter erfasst am 31.12 2018 16:40

EVZ

Die fehlende Härte ist (war?) tatsächlich ein Zuger Problem. Vielleicht geht es ihnen einfach zu gut im Chriesiland.

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