EHC Biel

Der liegende Hiller

Die Bieler brauchten ein paar Tage, um die Sache zu verdauen. Das Out im Playoff-Halbfinal lag ihnen schwer im Magen wie eine rohe Blutwurst. 3:2 lagen sie in der Serie vorne, dann lief alles schief.

In der sechsten Partie war alles angerichtet. Zu Hause vor ausverkauften Rängen wollten die Bieler dem SCB den Stecker ziehen. Doch der EHC Biel verlor 0:1. Einem frühen Gegentreffer liefen die Törmänen-Jungs 51 Minuten erfolglos hinterher. 

Rabenschwarzer Tag 

Am 9. April in Bern, angesagt war die entscheidende siebte Partie, zog der EHC Biel einen rabenschwarzen Tag ein und ging 1:5 unter. Viele Fehler, dumme Strafen und ein Torhüter, der nach einem Crash auf dem Eis lag und nur noch Sternchen sah, waren zu viel des Schlechten. 

Offene Fragen 

Der 37-jährige Jonas Hiller bleibt dem EHC Biel noch eine Saison erhalten. Und danach? Hängt der Appenzeller noch ein Jahr an? Das ist eine von vielen Fragen, die Sportchef Steinegger und Geschäftsführer Villard bewegen. Spieler werden gehen und kommen – nicht erst in einem Jahr, schon im Sommer. 

Das lange Warten 

Wer bleibt, unverrückbar wie ein Felsen, ist der EHC Biel. Ein Monument im Schweizer Eishockey, auch wenn das Warten auf den vierten Meistertitel sich in die Länge zieht. 1983 triumphierten die Bieler letztmals, Jonas Hiller lag noch in Windeln.